CSD Duisburg 2026: „DUISBUNT – Stadt der Vielfalt?!“

Queere Kulturwochen starten am 26. Juni – Christopher Street Day am 25. Juli auf dem Averdunkplatz – Podiumsdiskussion: Wie offen ist Duisburg wirklich?

Unter dem Motto „DUISBUNT – Stadt der Vielfalt?!“ lädt DUPride e.V. zum diesjährigen Christopher Street Day Duisburg am 25.07.2026 ein.

Mit dem Motto greift DUPride e.V. den Namen der Stadt Duisburg auf und verbindet ihn mit einer bewusst offenen Frage: Wie vielfältig, queerfreundlich und inklusiv ist Duisburg wirklich? Dabei geht es nicht nur um die bunten Farben des CSD, sondern auch um die Strukturen dahinter – in Stadtgesellschaft, Verwaltung, Politik, Unternehmen, Kultur, Bildung und öffentlichem Raum.

„DUISBUNT“ fordert dazu auf, genauer hinzuschauen: Welche Hürden erleben queere Menschen weiterhin im Alltag? Wo bestehen Barrieren in Schule, Beruf, Freizeit, Kultur oder Verwaltung? Und was braucht es, damit Vielfalt in Duisburg nicht nur sichtbar, sondern auch sicher und selbstverständlich erlebbar wird?

Gerade angesichts zunehmender Queerfeindlichkeit und Gewalt gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität ist der CSD Duisburg mehr als ein Fest. Er ist ein politisches und gesellschaftliches Signal.

„Vielfalt ist ein gemeinsamer Schatz – kulturell, persönlich und gesellschaftlich. Doch Vielfalt muss auch erreichbar, erlebbar und sicher sein“, erklärt Christian Karus, Vorstand von DUPride e.V.
„Alle Menschen sollen sich in Duisburg gesehen, respektiert und willkommen fühlen – unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Religion oder Behinderung.“

Auf dem Averdunkplatz erwartet die Besucherinnen und Besucher auch in diesem Jahr ein vielfältiges Bühnenprogramm. Künstlerinnen und Künstler sorgen für Musik, Unterhaltung und CSD-Atmosphäre. Mit dabei sind unter anderem Timo Schniering, Mayo Velvo, Jenny, Sabho, Blondango, zwei Tanzgarden sowie die Partyband The Strykers, die für Stimmung auf dem Platz sorgen wird.

Rund um die Bühne präsentieren sich etwa 25 Infostände von Vereinen, Gruppen und Institutionen. Sie informieren über ihre Arbeit, bieten Beratung und Austausch an und machen sichtbar, wie breit das Engagement für queeres Leben, Gleichberechtigung und Akzeptanz in Duisburg aufgestellt ist. Weitere Informationen zum Programm gibt es unter www.dupride.de.

Bereits im Vorfeld des CSD machen die queeren Kulturwochen Vielfalt in Duisburg sichtbar und erlebbar. Sie starten am 26. Juni 2026 und bieten ein abwechslungsreiches Programm aus Kultur, Begegnung, Austausch, politischem Dialog und gemeinschaftlichen Aktionen.

Eröffnet werden die Kulturwochen mit einer Lesung von Sven Rühl aus seinem neuen Roman „Chris&Tobi“. Darüber hinaus stehen u.a. Spieleabende bei SLaM e.V. und den Grünen Duisburg, ein Live-Podcast am 21. Juli 2026, die Queerfilmnacht mit dem Film „Drunken Noodles“ im filmforum Duisburg sowie das Herzenslust CSD-Angrillen am 22. Juli 2026 auf dem Programm.

Ein besonderer Höhepunkt ist der Empfang zur Verleihung des Akzeptanzpreises „Brücke der Solidarität“ am 12. Juli 2026. Mit dem Preis werden Menschen, Gruppen oder Initiativen gewürdigt, die sich in besonderer Weise für Akzeptanz, Solidarität und ein respektvolles Miteinander einsetzen.

Auch das Jugendzentrum ZAP beteiligt sich mit einer eigenen Pride-Week an den Kulturwochen und schafft damit zusätzliche Räume für junge Menschen, Austausch und queere Sichtbarkeit.

Ein zentraler Programmpunkt des CSD Duisburg 2026 ist die Podiumsdiskussion „DUISBUNT – Stadt der Vielfalt?!“. Sie lädt zu einem offenen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern des Gleichstellungsausschusses der Stadt Duisburg ein. Diese wurden persönlich vom Verein eingeladen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie offen und vielfältig Duisburg tatsächlich ist: Scheint die Stadt nur vielfältig – oder entspricht sie bereits dem Anspruch einer inklusiven Gesellschaft? Diskutiert werden bisher umgesetzte Projekte und Maßnahmen, erreichte Erfolge sowie geplante Ansätze für die Zukunft. Die Runde bietet zudem Raum für Einschätzungen der Ratsmitglieder zur aktuellen Situation: Wo bestehen Problembereiche? Wo gibt es Handlungsbedarf? Und welche konkreten Schritte werden unternommen, um Vielfalt in Duisburg sichtbar, sicher und im Alltag erlebbar zu machen.

Verein Duisburger queerer Menschen

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